Die Rückreise – Teil 2

Die Rückreise – Teil 2 – Galați

Sonntag Morgen.
Wie üblich begann der Tag, nach einem Kaffee, mit warten darauf, dass die Mädels alle Reisebereit sind.
Silvias Schwester wollte eigentlich in die “Catedrala arhiepiscopală din Galați*” – Erzbischofskathedrale, zur Sonntagsmesse, aber der Zeitplan war schon längst im Eimer…
*Link über Google translate, leider konnte ich nichts (brauchbares) auf deutsch finden.

Mit ca. anderthalb Stunden Verspätung schafften wir es dann trotzdem noch zur Kirche:

die Erzbischofskathedrale

die Erzbischofskathedrale

Die Kathedrale ist relativ groß und schön, die Messe lief sogar noch, aber dank Corona draußen im Garten und die Leute hielten sich vorbildlich an die “Soziale Distanz”

die Erzbischofskathedrale

die Erzbischofskathedrale
Man sieht die Leute, beim Besuch der h. Messe mit gebührlichen Abständen.

Das innere der Kirche, leider Unscharf:

die Erzbischofskathedrale

die Erzbischofskathedrale von innen, leider unscharf

Als die Messe beendet war ging es auf zum nächsten “Highlight”! – Schließlich hatte ich etwas gegoogelt und die nächsten Ziele ausgewählt Somit war das nächste Ziel die Vovidenia Kirche.

Die Vovidenia Kirche wurde im Jahr 1790, vom Bischof Ambrosius aus Jekaterinoslaw, (dem heutigen Dnipro,in der Ukraine) auf dem Platz einer alten Kirche gebaut sowie vom  Gouverneur Ion Cârja finanziert und wurde im selben Jahr am 21 November mit der Kirchweih “Der Eintritt der Mutter Gottes in die Kirche” vom Erzpriester G. Avram  geweiht.


Die Kirche wurde nach einem Drei-Konchen-Chor-Plan mit architektonischen und dekorativen Elementen gebaut, die für die religiöse moldauische Architektur typisch sind. Der Narthex ist mit einem halbkreisförmigen Gewölbe bedeckt, das Kirchenschiff ist vom Pantokrator-Turm bedeckt, und über dem Altar erhebt sich ein weiterer kleinerer Turm.

Leider sind meine Bilder der Kirche wieder alle unscharf geworden, deshalb binde ich hier mal Google Streetview ein:

 

Vom inneren der Kirche habe ich nun wieder Bilder:

Die Vovidenia Kirche

Die Vovidenia Kirche

Die Vovidenia Kirche

Die Vovidenia Kirche

Was mich am meisten erschrak, war die Tatsache, dass die Leute sogar zu Zeiten von Corona die ganzen Ikonen und Heiligtümer befummeln und küssen… – Da wundert einem nichts mehr…

Als nächstes stand, drei mal dürft Ihr raten, wieder eine Kirche auf dem Plan, diesmal Die Festungskirche Sf.Precista.

Die Festungskirche St. Precista ist eine kleinere Festungskirche, die sich über der Donau, oberhalb der oberen Uferpromenade befindet und eine großartige Aussicht über die Donau bietet.
Diese Kirche ist das älteste Gebäude in Galati und wurde im September 1647, während der Herrschaft von Vasile Lupu geweiht. Die Kirche wurde an der Stelle einer alten Kirche welche aus Strohlehm bestand, aus Ziegelsteinen errichtet.
Die Kirche verfügt über vier Räume: die Vorhalle, der Naos, der Pronaos und der Altarraum und hat einen Baustil, der typisch für den 17. Jahrhundert ist, mit einem in der Kirche integrierten Glockenturm. Die Kirchenarchitektur ist rumänisch und zeigt einige spezifische Elemente: der Glockenturm ist mit Zinnen ausgestattet, um das Donautal zu beobachten und diente bei Bedarf auch als Verteidigungsfestung.
Leider war die Kirche geschlossen, deshalb nur Bilder von außen:

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Die Festungskirche St. Precista

Da die Kirche geschlossen war blieben wir nicht lange und machten uns auf den Weg zum Fernsehturm von Galati.
Der 1978 fertiggestellte Fernsehturm ist 150 Meter hoch und aus Stahlbeton. Auf der unteren Plattform in 100 m Höhe befindet sich ein Drehrestaurant. Darüber ist die Plattform mit Antennen verschiedener Art.
Natürlich wollten wir uns die Aussicht aus dem Drehrestaurant in rund 80 Metern Höhe nicht entgehen lassen, “googelten ob der Turm offen sei, was im Internet bejaht wurde und so standen wir kurze Zeit später wir dem – trotz allem verschlossenen – Turm. Corona zollt auch hier wieder seinen Tribut…

Der Fernsehturm von Galați

Der 150 Meter hohe Stahlbeton- Fernsehturm von Galați, mit der Sonne dahinter.

Da Entdeckungsreisen bekanntlich Hungrig machen und das Drehrestaurant ein “Flop” war fuhren wir runter zum Faehrhafen. Dort gibt es den “Complex Riverside“, mit einem feinen Gartenrestaurant welches geöffnet war.
Nach dieser Stärkung ging es dann endgültig auf die Heimreise, welche in Drückender Hitze startete jedoch angenehmer wurde je nördlicher wir kamen. Bei Ankunft in Piatra Neamt war der Himmel dann wolkenverhangen und es regnete leicht… Wieso konnten die Temperaturen nicht während der ganzen Reise so sein?
Fazit:
Trotz dem, dass ich arbeiten musste war es ein interessanter Ausflug!
Es gibt noch viel mehr zu Entdecken in dieser Gegend und ich werde mit Sicherheit (nach Corona) wieder in diese Ecke reisen…

Weiter geht es mit einem Ausflug zum Izvorul Muntelui (Bicaz Stausee)…

2 Gedanken zu „Die Rückreise – Teil 2

  1. “archiepiscopal” = erzbischöflich (-e Kathedrale von Galati). Ansonsten interessieren mich Glaubensstätten nur der Architektur wegen. Mich bekommen keine 10 Pferde in diese Stätten der Lobhudeleien, Selbstbeweihräucherungen und Bewusstseinsvernebelungen..

  2. Hallo Ochim,
    Danke für Deine Ausführung Ich habe “Erzbischofskathedrale” geschrieben, weil mir gerade kein besserer Ausdruck in den Sinn kam 🙂
    Hätte ich da vielleicht noch einen Link zu Wikipedia einstellen sollen (?)

    Was Kirchen angeht, geht es mir ähnlich: Das interessante daran ist die Architektur, vor Allem wenn man bedenkt zu welchen Zeiten und mit welchen Mitteln diese gebaut wurden…

    Gruß, Olli

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