Der erste Advent

Heute ist der erste Advent!

Ich habe zwar (noch) keinen Advenzkranz, ABER:
Seit etwas mehr als zwei Monaten arbeite ich nun in Düsseldorf.
Zwischenzeitlich ist viel organisiert und passiert!
Nach zwei Wochen im Zelt, habe ich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, welcher zu dieser Zeit in Hiltpoltstein, in der Nähe von Nürnberg war gesprochen. Interessanterweise hatte er gerade eine Stelle in Ratingen angenommen, so, dass der Vorschlag, den Wohnwagen aus Berlin zu holen auch ihm gelegen kam: Hatte er somit erstmal ein Dach über’m Kopf, ohne große Suche!
Somit ging die Reise für mich los:
Am Samstagmorgen mit Motorrad erstmal nach Ratingen. Anschliessend mit „Blablacar“ von Ratingen nach Nürnberg, wo mich Robert abholte und wir gemeinsam nach Hiltpoltstein (wo er ein Zimmer hatte) fuhren.
Am Sonntag Morgen ging es weiter nach Berlin, wo wir um ca. elf Uhr auf dem Camping ankamen.
Ankoppeln losfahren und feststellen, dass der Passat den Robert (noch) fährt sich mit dem Wohnwagen dran aufzuschwingen droht!
Somit wurde eine Tankstelle angefahren, die Luft in allen Rädern kontrolliert und die Beladung des Wohnwagens geändert.
Dass dies funktionierte zeigte sich sofort und somit waren wir um ca. 19 Uhr in Düsseldorf auf dem Campingplatz.
Unglücklicherweise ist das Stromkabel des Wohnwagens verschwunden, jedoch konnte mir eine Nachbarin auf dem Campingplatz aushelfen, so, dass ein „Normales“ Wohnen möglich wurde.
Im November dann, nachdem der Lohn kam habe ich mich erstmal nach einem fahrbaren Untersatz umgeschaut! – Am Motorrad scheint die Lichtmaschine defekt zu sein, dies konnte ich immerhin „beheben“ indem ich die Batterie jeweils über Nacht auflud, allerdings wurden die Straßen immer wie rutschiger, was langfristig für meine Gesundheit schlecht sein könnte!
Ich habe dann einen Opel Astra Cabriolet für 500 Euro gefunden, – Tüv bis Juni 2019, und alles funktioniert! – mit Ausfuhrkennzeichen „Beschildert“ und konnte so am Freitag, 16 November nach Freiburg fahren um Silvia von dort abzuholen.
Mittlerweile habe ich beschlossen, das Auto erstmal zu behalten, muss noch schauen, wie ich es anmelde, da das Kennzeichen nur noch bis zum 15. Dezember gültig ist…
Der Campingplatz auf dem wir sind ist ziemlich klein, in Stadtnähe gelegen und nur rund zwei Kilometer von meiner Arbeitsstelle entfernt. Die Betreiber sind super nett, die Sanitäranlagen etwas in die Jahre gekommen, aber immer sauber.
Allerdings ist er mit 350.- Euro / Monat nicht der billigste und auch
Nebenkosten wie Parkplatz (6.-Euro/Tag) Dusche (1.-Euro/6Minuten) sowie Strom (-.90 Euro KWh(!!!) – Schon fast Wucher) schlagen kräftig zu Buche! – Das einzige was umsonst, aber nicht allzu zuverlässig ist hier, ist das Internet!
Wir überlegen uns momentan, ob wir woanders hinziehen sollen, was aufgrund der Tatsache, dass die Gazelle noch nicht repariert ist schwer fällt…

Nun zur Arbeit:

Am Anfang durfte ich erstmal rausfahren um „Testcalls“ zu machen. – Dies ist notwendig nach neuintegration einer Anlage oder Technologie um die Funktionalität zu prüfen.
Ich fuhr also am ersten Tag dieser Aufgabe, in Ermangelung eines freien Firmenfahrzeuges mit dem Motorrad nach Köln.
Auf dem Weg zur zweiten Anlage musste ich anhalten um nach der Fahrtroute zu schauen und stellte dabei fest, dass die Batterie des Motorrades leer war. Glücklicherweise war direkt um die Ecke ein Rollerhändler, welcher mich völlig unkompliziert überbrückte. Somit ging es weiter!
Auf dem Weg zur dritten Anlage bekam das Teil allerdings plötzlich Zündaussetzer! somit beschloss ich die Aktion abzubrechen und nach Düsseldorf zurückzukehren!
Auf der Autobahn dann fand ich heraus, woher die Zündaussetzer kamen: Der Blinker!
Das Licht habe ich in Köln schon ausgeschaltet, allerdings zog der Blinker so viel Strom, dass es nicht mehr für die Zündung reichte! – Also ohne Licht, Blinker usw. weiterfahren!
Trotz allem reichte es nicht und so stand ich am Ende auf der A52, ca. 50 Meter vor dem Schild „Düsseldorf 9Km“…
Glücklicherweise war der Akku des Testtelefons geladen und so konnte ich ADAC anrufen, welcher mich zurück zum Camping brachte.
(Mittlerweile habe ich ein Multimeter organisiert, war bis jetzt aber zu faul zum messen ob es die Lichtmaschine oder der Laderegler ist )
Meine Arbeit besteht nun unter anderem auch in der Pflege der Datenbank des „Testcallservers“ – will heißen, neue Anlagen/Zellen müssen dort nachgetragen werden.
Die Daten hierfür kommen als CSV-Dateien und ich habe mir mittlerweile eine Excel Datei erstellt, die alle relevanten Daten extrahiert, wo nötig umrechnet und zum „Copy & Paste“ wieder ausgibt. Das einzige Problem sind (noch) die Koordinaten, welche um bis zu ca. 150 Meter daneben liegen… (Umrechnungsfehler zwischen den verschiedenen Koordinatensystemen)

Sonstiges:

So wie es momentan ausschaut, werden wir zu Weihnachten in Deutschland bleiben (müssen)!
Zu viel ist noch zu organisieren:

– GAZelle muss fertig repariert werden (Das Teil das noch fehlt kostet 470 Euro!)
– In Freiburg muss der Camping bezahlt werden!
– Allgemeine Schulden müssen bezahlt werden!
– Usw…

Da allein die Fahrt nach Rumänien und zurück rund 500 Euro kosten (4000 Km = ca. 320 Liter Benzin, + Vignetten usw…) Bestelle ich lieber das fehlende Teil für die GAZelle und kann baldmöglichst auf einen günstigeren Campingplatz „ausweichen“
…Wie auch immer, Die Zeit wird es weisen und ich werde Berichten…

2 Gedanken zu „Der erste Advent

  1. Hallo Ochim 🙂
    Naja, ich sitze im Vorzelt, drinnen sind es beinahe 25 Grad (Heizung auf kleinster Stufe!!!) ich glaube der Sommer kommt…
    Aber recht hast Du: Langweilig wird es wirklich nicht!
    Gruß, Olli

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